Presse

Helga Meyerdierks übergibt Ihren Hofladen

Osterholzer Anzeiger vom 11.08.2013

Alte Werte und neue Ideen

Gaby Nentwig arbeitet bereits seit drei Jahren in dem über die Grenzen Lilienthals hinaus bekannten Hofladen. Als sie dort anfing, fühlte sich das für sie wie „ankommen“ an. Die gelernte Einzelhandelskauffrau fühlte sich von Anfang an wohl im Team von Meyerdierks Hofladen. Als sich dann die Möglichkeit bot, den Hofladen von Helga Meyerdierks zu übernehmen,vergewisserte sie sich zunächst einmal, ob sie mit der Unterstützung ihres Mannes Markus Nentwig rechnen kann. Und diese Unterstützung hat sie. Helga Meyerdierks freut sich, jemanden als Nachfolgerin gefunden zu haben, die das Konzept des Ladens weiterträgt. Meyerdierks Hofladen hat eine, wenn auch eher kurze, so doch sehr erfolgreiche Geschichte. Alles begann damit, dass eine ehemalige Auszubildende von Helga Meyerdierks sie bat, ihre Kartoffeln zum Verkauf an
die Straße zu stellen, da der Hof von Meyerdierks so zentral läge. Zum Kartoffelverkauf kamen bald andere Produkte dazu, irgend reichte das kleine Verkaufshäuschen an der Straße nicht mehr aus, und als die Kühe in einen neuen Stall kamen, war in der Diele Platz für ein richtiges Geschäft. Hofläden gibt es viele, manche mehr, manche weniger erfolgreich. Meyerdierks Hofladen ist sicher einer der bekanntesten im Landkreis. Helga Meyerdierks hat von Anfang an Wert auf selbst hergestellte Produkte gelegt. Beliebt sind immer noch die hausgemachten Kuchen, die Soßen und auch das Gulasch. Künftig möchte Gaby Nentwig das Angebot an hausgemachten Fertigprodukten noch erweitern. Mittlerweile gibt es bei Meyerdierks eine ausgewogene Mischung an Bio- und konventionellen Produkten, die aber immer aus der Region kommen. Die Kunden haben, wenn sie das wollen, immer die Möglichkeit, zu den Erzeugern zu fahren und direkt zu gucken, wo die Produkte herkommen. Es müsse eben nicht um jeden Preis Bio sein, erklären Helga Meyerdierks und Gaby Nentwig. Beide sind sich einig, dass nicht das Bio-Gütesiegel darüber entscheidet, wie hochwertig ein Produkt ist. Transparenz ist Gaby Nentwig ebenso wichtig wie ihrer Vorgängerin. Die Frage „Was habe
ich auf dem Teller?“ soll den Kunden beantwortet werden. Ebenso wichtig sei es, dass alle Mitarbeiterinnen sich Zeit für die Kunden nehmen. Das war bei Meyerdierks schon immer
so. „Für einen Schnack ist immer Zeit“. Viel Verändern möchte Gaby Nentwig nicht. „Das Altbewährte bleibt“, erklärt sie. Neu hat sie eine Saftserie ins Sortiment genommen, die aus
Fallobst aus der Region hergestellt wird. Dafür fahren die Produzenten zu den Höfen oder auch Privatpersonen, die ihr Fallobst anbieten, und nutzen dies als Grundlage für ihre Säfte.
Außerdem gibt es jetzt eine Kaffee-Hofmischung, die bei „DeKoffiemann“, einer Lilienthaler Kaffeerösterei, extra für Meyerdierks Hofladen gemischt wurde.

Quelle: Osterholzer Anzeiger vom 11.08.2013